Die V-Max hatte 1985 in der Töffwelt wie die sprichwörtliche Granate eingeschlagen. Nicht Tourer, obwohl aufrechte Sitzposition, deshalb auch nicht Sportler und trotzdem alles andere als ein Cruiser. Ihre damals unglaublichen 145 PS haute sie mit dem aus allen Nähten platzenden 1,2-Liter-V4-Motor jedem aufs Auge.
Ein Töff für alle Verehrer von Muscle Cars, von Dragstern, von Drehmoment ohne Ende und Ampelstarts mit rauchenden Hinterreifen. Allein in Europa wurden von der V-Max, die bis zum Produktionsstopp 2002 praktisch unverändert gebaut wurde, um die 40 000 Stück verkauft.
Und an diesem Erfolg will Yamaha mit der neuen V-Max logischerweise wieder anknüpfen. Nach einem ersten Augenschein in Spanien dürfte das auch klappen: Denn die neue V-Max sieht hervorragend aus. «Wie ein sehr teures Custombike», freut sich Markus Schmid. «Mattbraune Magnesium-Motordeckel, gefräste Rippen, Vertiefungen und edles Metall. Das Kardangehäuse sieht aus wie ein teures Zubehörteil. Anstelle der seitlichen Ansaughutzen-Attrappen der alten V-Max aus Kunststoff trägt die neue von Hand bearbeitete Hutzen aus Alu, die Frischluft in die vergrösserte Airbox führen. Und Handarbeit veredelt auch die Endstücke der Titan-Auspufftöpfe.»
Gewaltig auch die Leistung, die die V-Max bereitstellt: 200 PS und ein maximales Drehmoment von 167 Newtonmeter. So viel Muskeln kosten: Rund 33 000 Franken stellt Yamaha für die V-Max in Rechnung.
QUELLE: Moto Sport Schweiz